Strahlenbelastungen

Grundsätzlich sind keine genauen Zahlen wiederzugeben, da diese Werte abhängig von Gewebe sowie Anzahl und dicke der Gewebeaufnahmen.

Schädel: ca. 1-3 Millisievert
Lendenwirbelsäule: ca. 4-9 Millisievert
Bauchraum: ca. 8-20 Millisievert 
 

Zum Vergleich was der Mensch über den Zeitraum eines Jahres über die natürliche Strahlung aufnimmt:

Je nach Wohnort, Ernährung und Lebensgewohnheiten:  ca. 1-10 Millisievert
Durchschnittlich ist eine Strahlenbelastung von 2,1 Millisievert die Regel in Deutschland.

Dazu kommen noch zivilisationsbedingte Strahlen, verursacht von Medizin, Atombombenfallouts sowie noch immer die Nachwirkungen von Tschernobyl. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Jahresbelastung von 4 Millisievert.
Besonders betroffen von der Strahlung sind Vielflieger, Piloten und Stewardessen. Denn diese Gruppe ist der kosmischen Strahlung ausgesetzt. Hier die Strahlenaufnahme für einen Flug nach:

Rom: ca. 3 – 6 Mikrosievert (0,003 – 0,006 Millisievert)
Gran Canaria: ca. 10 – 18 Mikrosievert (0,010 – 0,018 Millisievert)
Rio de Janeiro: ca. 17 – 28 Mikrosievert (0,017 – 0,028 Millisievert)
Johannesburg: ca. 18 – 30 Mikrosievert (0,018 – 0,030 Millisievert)
Singapur: ca. 28 – 50 Mikrosievert (0,028 – 0,050 Millisievert)
New York: ca. 32 – 75 Mikrosievert (0,032 – 0,075 Millisievert)
San Francisco: ca. 45 – 110 Mikrosievert (0,045 – 0,100 Millisievert)

*1 Millisievert = 1000 Mikrosievert (1)

Vorteile eines CT

Der Vorteil der Computertomographie liegt in der ausführlichen, hochauflösenden Abbildung der entsprechenden Körperregionen.

Sie zählt heutzutage zu den Untersuchungsverfahren mit der größten Detailgenauigkeit. Aufgrund dieser hohen Abbildungsschärfe können beispielsweise die Herzkranzgefäße am schlagenden Herzen, feinste Strukturen innerhalb der Lunge oder auch die Innenstruktur der Knochen exakt abgebildet und beurteilt werden.
Da es sich um einen beiderseitig offenen Ring und nicht um einen Tunnel handelt, können selbst Patienten mit Platzangst problemlos untersucht werden. Eine CT-Untersuchung dauert insgesamt nur wenige Minuten, der eigentliche Untersuchungsvorgang sogar in der Regel nur 20 bis 40 Sekunden.

Eine CT eröffnet auch in der Planung von z.B. künstlichen Gelenken ganz neue Möglichkeiten.
So ist es möglich, präoperative Planungen in 3D durchzuführen, während es beim Röntgen nur möglich ist, die Planung in 2D durchzuführen. Der entscheidende Vorteil eines CT-Basierten 3D Modells ist, eine wesentlich genauere Planung durchzuführen. Diese Art der Planung ermöglicht es, sämtliche Blickwinkel zu sehen sowie einen Gesamtüberblick des Beckens.

Nachteile eines CT

Der wesentliche Nachteil der Computertomographie ist die entstehende Strahlenbelastung. Um diesem Problem möglichst effektiv zu begegnen, gibt es mittlerweile dosisreduzierende Techniken. So wird bei jeder einzelnen Schicht die Dosis optimiert, um jegliche unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden. Bei jeder Untersuchung wird die für die jeweilige Körperregion und Patienten bezogen die optimale Dosiseinstellung ermittelt, ähnlich einer hochmodernen Belichtungsautomatik einer Kamera.
Aufgrund der angewendeten Röntgenstrahlung können Computertomographien bei vorliegender Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. (2)

So ist ein Röntgen zwar wesentlich strahlungsärmer, jedoch ist die Detailgenauigkeit nicht ansatzweise mit einem CT zu vergleichen.

Kosten einer Computertomographie

Die Computertomographie wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Jede Untersuchung erhält einen gewissen Punktwert, aus dem sich jeweils die Summe berechnet, die der Arzt in Rechnung stellen kann. Die Angaben für die Computertomographie gelten allein für die technische Untersuchung ohne Beratung.

Ein Kopf-CT kostet demnach 166,57 Euro, für ein CT des Bauchraums werden 151,55 Euro berechnet, ein Thorax-CT kostet 134,06 Euro, für eine Untersuchung des Skeletts führt die GOÄ 110,75 Euro an. Zusätzliche Kosten fallen beispielsweise für die Gabe von Kontrastmitteln und für die die nachträgliche 3D-Rekonstruktion an. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten bei medizinischer Indikation für Kassenpatienten. (3)

Die bedenken an einer CT

Hier ein Abzug von www.welt.de zum Thema:

Im Krankenhaus bedeutete ein CT- Scan – je nach Gerät und Anwendung – eine zusätzliche Dosis von 10 bis 100 Millisievert. Dieser Wert von 100 Millisievert ist zudem ein wichtiger biologischer Grenzwert, erklärt Atkinson:

“Wenn man 100 Menschen mit 100 Millisievert belastet, sterben statistisch gesehen 31 von ihnen an Krebs. Wenn man 100 Menschen nicht mit 100 Millisievert belastet, sterben statistisch gesehen 30 Menschen an Krebs.”

Statistisch gesehen lässt sich also ein Todesfall von 31 mit dieser zusätzlichen Strahlendosis in Verbindung bringen.

100 Menschen, die mit 100 Millisiewert bestrahlt wurden:

Menschen, die keiner Strahlung ausgesetzt wurden:

LEXI-10-69
LEXI-30-70

Fallbeispiel: Pilot

Natürlich sind Piloten von Berufswegen einer erhöhten Strahlung ausgesetzt. Untersuchungen zeigen, dass die Strahlenbelastung hier im Jahr bei ca. 2 Millisievert liegt (also in etwa das 10-fache der natürlichen Hintergrundstrahlung). Rein theoretisch könnten bei der Annahme von 875 Flugstunden Belastungen von ca. 8 Millisievert im Jahr entstehen. 2004 lag die höchste, bei einem Piloten gemessene Belastung bei 5,7 Millisievert.

Der zugelassene Grenzwert für diese Berufsgruppe liegt übrigens bei 20 mSv pro Jahr, deutlich höher also.

Insgesamt ist der Einfluss aber als durchaus gering einzuschätzen, sodass kein Anlass zur Sorge besteht. Damit Sie einen noch anschaulicheren Vergleich haben, sei diese Zahl genannt: Im Zuge der Atomkatastrophe von Fukushima waren Einsatzkräfte z.T. 1000 Millisievert pro Stunde (!) ausgesetzt. (4)

Zusammenfassung:

  • Der Grenzwert für einen Piloten liegt bei 20 Millisievert pro Jahr
  • Ein Pilot ist der Strahlung von 1-2 CTs (je nach Art des CTs) pro Jahr ausgeliefert!
  • Hautkrebsrisiko doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung, JEDOCH hat dies einen anderen Grund… so schreibt Spiegel Online:

UV-Strahlung als wichtigste Ursache

Die Autoren der Studie erklären das Ergebnis mit Messungen an verschiedenen Flugzeugtypen: Demnach blockieren Scheiben aus Polykarbonaten UV-Strahlung fast vollständig. Das ebenfalls eingesetzte Verbundglas allerdings lasse 54 Prozent eines Teils der UV-Strahlung (UVA) durch. UV-Strahlung gilt neben genetischen Faktoren als Hauptursache für schwarzen Hautkrebs. In den großen Flughöhen komme hinzu, so Sanlorenzo und Kollegen, dass Wolken und schneebedeckte Berge bis zu 85 Prozent der UV-Strahlung reflektierten.

Zwar ist die Strahlenbelastung durch ein CT höher als bei einer gewöhnlichen Röntgenuntersuchung. Doch der diagnostische Nutzen überwiegt meistens das erhöhte Strahlenrisiko: Es können mehr und detailliertere Bilder gemacht werden, und so können Ärzte auf den CT-Aufnahmen oft bereits kleinere Veränderungen erkennen. Dennoch sollten Patienten vorher mit ihren Ärzten über die Notwendigkeit der Untersuchung sprechen, auch, um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Durch die technische Weiterentwicklung der Computertomographen hat in den letzten Jahren die Strahlenbelastung der Patienten abgenommen – auch dank kürzerer Untersuchungszeiten. Außerdem konnte der Nutzen der Untersuchung, zum Beispiel durch eine bessere Bildqualität, erhöht werden. (5)

Quellenverzeichnis Texte:
(1) GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
(2) www.rad-nuk-siegburg.de
(3) www.praktischarzt.de
(4) www.fluggastberatung.de
(5) www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/computertomographie-faq